WALDBRÖL Renate Karnstein stellt ihr Heft über die Jahreslosung 2026 vor

| Glaube & Seelsorge

Die Jahreslosung ist ein Leitvers für Christen durch das Jahr. Renate Karnstein aus Waldbröl hat im Verlag am Birnbach ein Heft über die Jahreslosung geschrieben - mit Gedichten, Psalmen und Bildern von Stefanie Bahlinger.

Alles neu im neuen Jahr. Auch im Jahr 2026 fangen wir von vorne zu zählen an. Und ein neues Jahr ist immer auch die Chance, Dinge neu zu sehen, neu zu beginnen, anders zu machen als bisher. Neu ist auch die Jahreslosung – dieses Jahr aus der Offenbarung des Johannes 21,5: "Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!". Dieser ökumenisch gewählte Bibelvers steht für Hoffnung, Erneuerung und die Perspektive von Veränderung und Neuanfang, auch in schwierigen Zeiten. Er ermutigt dazu, bei Gott nach neuen Möglichkeiten zu suchen und aktiv daran mitzuwirken, so die evangelisch.de Webseite.  

Die Offenbarung des Johannes sei zum einen ein mutiges und strahlendes Bekenntnis zu Jesus Christus, zum anderen ein warnendes und zugleich seelsorgliches Schreiben an die verunsicherten Gemeinden, schreibt Renate Karnstein in ihren Auslegungen zur Jahreslosung, die im Verlag am Birnbach erschienen ist. Auch zu „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ ist im Verlag am Birnbach wieder ein Jahreslosungsheft mit Texten und Auslegungen erschienen. Und natürlich hat die Grafikerin Stefanie Bahlinger ein besonders Jahreslosungsmotiv erstellt.

Gottesdienst zur Jahreslosung 

Das erstrahlte auch unter dem Kreuz in der Evangelischen Kirche Waldbröl, wo es an die Wand projiziert wurde beim Gottesdienst am 1. Februar, in dem Renate und Heiner Karnstein Gedanken und Texte sowie das Motiv vorstellten. Hier fällt zuerst der Regenbogen ins Auge. Seit Anbeginn der Schöpfung – durch die dunkle Fläche im linken unteren Teil angedeutet - verloren die Menschen Gott immer wieder aus dem Blick. Und der Bogen spannt sich hin bis zur von Gott verheißenen Neuschöpfung. 

In den Regenbogen fügt sich ein goldenes Kreuz, dass zugleich die unterschiedlichen Flächen der Grafik teilt und verbindet. Es leuchtet der Stern der Geburt Jesus im Regenbogen, und in strahlend warmem Sonnengelb leuchtet auf der rechten Seite der Hintergrund – die Ewigkeit, auf dem in Rot die Jahreslosung steht. Bis heute schreibe Gott seine Geschichte mit den Menschen weiter, auch wenn diese sie mit düsteren Kapiteln von Streit, Unrecht und Zerstörung füllen. Im unteren Bereich der Grafik wird das Rot des Regenbogens zu Blutstropfen. 

“Zusage von Neuschöpfung, nicht von Renovierung”

Sehr eindrücklich die Grafik, aber auch das Gesprochene. „Ein neues Jahr und im Grunde ist alles beim Alten“, so Pfarrer i.R. Heiner Karnstein. Die Losung sei aber eine Zusage von Neuschöpfung, nicht von Renovierung. „Durch den Glauben werden wir neu geboren.“ Dies griff auch das Lied zur Jahreslosung mit einem Text von Clemens Bittlinger und Musik von David Plüss auf. Im Refrain heißt es „Ich mache alles neu - neu die Erde, neu den Himmel, hören wir, drum hoffen wir auf unseres Schöpfers Stimme“. 

Ermutigung zum zuversichtlichen Leben

„Gottes Versprechen: ,Siehe, ich mache alles neu!´ weitet meinen Blick und ermutigt mich, heute zuversichtlich zu leben“, so Renate Karnstein. Es entlasse nicht aus der Verantwortung für das Leben und die Welt. Aber es befreie von dem Druck, alles selbst perfekt machen zu müssen oder zu können. Und es helfe, „dass ich der Angst vor den Mächtigen dieser Welt und allem Unfassbaren nicht schutzlos ausgeliefert bin“. Und auch der Text von Albert Frey „Zwischen Himmel und Erde“ von der Zwischenzeit fügte sich in den Gottesdienst ein. 

www.ekagger.de | jth | Text: Vera Marzinski | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/V. Marzinski

 

 

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Renate Karnstein schreibt seit vielen Jahren das Auslegungsheft zur Jahreslosung, das in ganz Deutschland genutzt wird.
Mit ihrem Mann Heiner Karnstein, langjähriger Pfarrer im Kirchenkreis An der Agger, stellte sie in Waldbröl die Losung mit der besonderen Grafik von Stephanie Bahlinger vor.