WIPPERFÜRTH 1. Karnevalsgottesdienst mit Willibert Pauels als Überraschungsgast

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Närrisch-kirchliches op Kölsch in bergischer Kirche: mit der Band Jehüürstooz (Kölsche Tön und Ohrwürmer) und mit den „Pops vom Gauler Strand“. In der Einladung hieß es: „Leev Jecke, kütt vorbei un feiert met uns Fastelovend am 15.2. af 11.11 Uhr. Met Joddesdeens, Feier un Feez un natörlich Kölscher Musik!“

In die evangelische Kirche der Hansestadt an Wipper und Wupper strömten am Karnevalssonntag kurz vor 11.11 Uhr rund 100 kostümierte Gottesdienst-
Besucher zum ersten "Karnevalsgottesdienst" der evangelischen Kirchengemeinde An der Wipper. Kostüme waren ausdrücklich erwünscht; kölscher Einschlag zog sich durch die knapp eineinhalb Stunde: "Leev Jecke, kütt vorbei un feiert met uns Fastelovvend. 

Met Joddesdeens, Feier un Feez un Kölscher Musik!", mit der Band "Jehüürstooz" und den "Pops vom Gauler Strand". Dabei hieße es: "Stääne danze" (am Sonntag mit sechsmal Refrain aus den bergischen Besucherkehlen statt nur viermal!). Die Büttenrede spannte den Bogen von der Bundespolitik bis ins Rathaus der ältesten
Stadt im Bergischen Land. Lokalkolorit aus dem Haus Gottes.

Und mittendrin ein spontaner, ökumenischer Überraschungsbesuch, so erzählte es der Gast später freimütig in seiner Ansprache: Auf dem Weg zu einem Termin wollte ein katholischer Kirchgänger um 11 Uhr den Gottesdienst in St. Nikolaus besuchen; doch der fand gar nicht statt. Nanu! Mittlerweile läuteten die Glocken der evangelischen Kirche und der Protagonist sah die Kostümierten am Portal. Neugierig folgte er, saß bald in der letzten Reihe, sang textsicher und lauthals mit und wurde erkannt. Doch auf einmal war er weg...! Kurz drauf wieder da und offiziell begrüßt: Willibert Pauels, der bekannte römische-katholische Diakon und Kabarettist, bekannt als Bergischer Jung. 
Er klemmte sich seine rote Karnevalsnase ins Gesicht. Man musste ihn gar nicht bitten:  Bühne frei für einige Sprüche aus dem Stehgreif, das Lied über den lutherischen Protestanten, den "Heide Witzka", ließ er spontan von der Gemeinde singen, dann gab es noch etwas Nähkästchen-Klaaf über den "Kanalmeister" alias Kardinal Meisner. Und dann war er wieder weg zum nächsten Termin. 

Nach diesem gelungenen Mix von Ohrwürmern, Predigt und Fürbitten ging es für die Besucherinnen und Besucher an die frische Luft und dann einmal rund um die Kirche ins Gemeindehaus zum Ausklang mit Kölsch, Wasser und Cola und halben Brötchen. Gelungen! 
www.kirche-wipper.de

#kirchenkreisanderagger

www.ekagger.de | jth | Text: Ute Klein | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/J.Thies 

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Willibert Pauels in seinem Element: "Ein Hoch auf die Ökumene!"
Die Band Jehüürstooz sorgte ordentlich für Stimmung und lud zum Mitsingen ein: "Tommi, ich glaub', ich hab' Heimweh, ich will mal wieder am Rhein steh'n."
Die Büttenrede hielt Olivia Klemm: "Es ist unser erster Karnevalsgottesdienst. Wir müssen improvisieren, es bleibt uns gar nichts anderes übrig."
Die Pops vom Gauler Strand - angeleitet von Kirchenmusiker Michael von Rekowski (re.): "Halleluja!"